Die Wanderinnen der Nacht – Kapitel 7

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Ein unerwartetes Geschenk

15:49. Ich starrte wieder auf die Zahlen, als es mich schockartig traf. Brian und ich wollten uns heute, am heutigen Nachmittag treffen. Ach du grüne Neune. War es schon so spät? Nach der vergangenen Nacht und den frühen Morgenstunden, in der ich die heißeste Reise meines Lebens erlebt hatte, musste ich wohl vollkommen erschöpft in meinem Bett eingeschlafen sein. Wie ich allerdings nach Hause gekommen war, wusste ich nicht mehr. Wahrscheinlich hatte mich Jana gefahren, mich behutsam ausgezogen und dann zu meinem Bett begleitet. Erinnern konnte ich mich nicht mehr. Schade, dass sie jetzt nicht neben mir lag, so wie schon häufiger zuvor. Es war immer ein himmlisches Gefühl morgens neben einem weichen, weiblichen Körper aufzuwachen und mit ihm direkt zu kuscheln. Ich war eine bekennende Langschläferin und eine leidenschaftliche Kuschlerin. Deshalb war Jana meistens vor mir aufgewacht und hatte sich an mich angeschmiegt, während ich noch im Traumland schlummerte. Da wir beide fast immer nackt schliefen, wachte ich dann nicht selten verwirrt auf und spürte Janas Kopf zwischen meinen Beinen, während ihre Fingerspitze über meine Oberschenkel streichelten. Ihre Zungenspiele waren immer sehr ekstatisch für mich gewesen. Davon aufzuwachen und noch halb im Traum zu sein, war immer eine großartige Erfahrung gewesen.

Einmal hatte sie das perfekte Timing gehabt. Ich träumte von einem exotischen Mädchen, mit der ich an einem FKK-Strand nackt spazieren ging. Während wir den Sand an den Füßen und die warmen Sonnenstrahlen auf unseren entblößten Körpern spürten, streichelten wir uns gegenseitig und genossen die fantastische Aussicht. Schnell verfielen wir in eine erotische aufgeladene Stimmung. Ihre dunkel gebräunte Haut war ein schöner Kontrast zu meinem hellen Teint. Wir hatten große Lust aufeinander und legten uns in den warmen Sand. Der Traum fühlte sich so lebendig an. Ich konnte sie direkt spüren, riechen, schmecken. Und sie schmeckte so gut. Sie hatte sich zu einer 69 auf mich gelegt und ihren Schoß auf mein Gesicht gedrückt. Mein Blick war zwar versperrt, aber was sie mit mir machte, konnte ich an meinem Unterleib spüren. An diesem Ort, mit dieser herrlichen Atmosphäre, kam ich schnell in Stimmung. Ihre Zunge spielte mit mir und meiner kleinen Freundin. Kurz vor dem Sonnenuntergang kam es mir dann gewaltig und ich wachte auf. Sprang förmlich vom geträumten Orgasmus in den Realen, denn mir kam es, in meinem flauschigen Bett, auch zur gleichen Zeit. Wobei es da Jana war, die mir den realen Höhepunkt geschenkt hatte. Für mich war es überwältigend gewesen, so zwischen zwei Welten zu springen und gleichzeitig zu kommen. Wobei es sich eher wie zwei, kurz hintereinander auftretende, intensive Orgasmen anfühlte, die sich überlagerten. Leider war meine beste Freundin jetzt nicht hier. Ich war durch einen anderen Traum geweckt worden, der eher bizarr, als erregend war.

15:50 Die Zeit ließ mich wieder an Brian denken. Er wollte so gegen halb Fünf vorbeikommen und ich lag hier schweißgebadet in meinem Bett herum.

Ich stand ruckartig auf und bemerkte sofort leichte Schwindelgefühle. Setzte mich wieder auf die Bettkante und atmete ruhig ein und aus. Griff nach der Wasserflasche, die ich immer neben dem Bett stehen hatte. Nächtliches Dehydrieren war selten angenehm. Vor allem nach so einem realen Traum, in dem noch mehr Körperflüssigkeit den Körper verlassen hatte. Ich setzte die Flasche, mit stillem Wasser, etwas zu ruckartig an und verschüttete einen Schluck an meinem Kinn. Wassertropfen perlten an der Haut ab und landeten genau zwischen meinen Brüsten. Sausten durch das bergige Tal nach unten und kühlten meine Haut, so dass es mir ein leichtes Quieken hervorlockte. Nach dem ersten Schluck schaute ich an mir herunter und beobachtete die kleine Wasserstraße. Spontan schüttete ich mir noch eine Ladung direkt unters Kinn und quiekte erneut kindisch auf. Einfach herrlich, mal so verrückt zu sein. Ich schaute an die Zimmerdecke.

15:51. Der Ernst der Lage holte mich wieder ins reale Leben zurück. Langsam erhob ich mich und stand nun auf dem Läufer vor meinem Bett. Durch die kleine Abkühlung, war das Schwindelgefühl abgeflacht. Ich ging aus dem Schlafzimmer, durch den Flur, und wollte in das Badezimmer. Dort wartete meine Dusche, die mich wieder frisch machen würde.

Noch im Flur attackierte mich plötzlich ein Hungergefühl, ich hatte Hunger, Appetit, Lust auf….mhhhh, Sperma? Ich stutzte bei dem Gedanken. Was hatte ich? Appetit auf das männliche Eiweiß? Normalerweise aß ich gerne morgens nach dem Aufstehen etwas Süßes. Okay, es war früher Nachmittag, aber etwas Salziges zu mir zu nehmen, und dann auch noch Sperma. Mich irritierte dieses Verlangen, denn solche Gedanken waren mir eigentlich fremd. Ohne mich in einer erotischen Situation mit einer männlichen Person zu befinden, hatte ich nie das besondere Verlangen danach. Sperma spielte in meinem Leben nicht unbedingt eine wichtige Rolle. Natürlich gehörte es für mich bei einem Blowjob einfach dazu. Ihn zu schmecken, zuerst seine Lusttropfen, die mir immer zeigten, dass es ihm gefiel. Dann seine explodierende Ladung, die mich sehr gerne überraschen durfte, wenn er sich nicht zurückhalten konnte. Für die meisten Frauen war es wichtig, dass der Mann es ankündigte, wenn er abspritzen musste. So konnten sie sich besser darauf vorbereiten. Als hätten sie Ekel vor der männlichen Milch oder Furcht davor, dass sie die Explosion nicht bewältigen konnten. Ich war der Meinung, wer einen Schwanz in den Mund nimmt, sollte es auch mit ganzer Leidenschaft machen, egal was passiert. An einem schönen, strammen Spermastrahl war noch niemand gestorben. Oder vielleicht doch? Ich gönnte es natürlich niemanden. Es wäre ein zu bizarrer, kleiner Tod gewesen.

Mich würde es eher abtörnen, wenn der Mann es ankündigen würde. Die Spannung, der Kick wäre dahin. Natürlich ist eine erfahrene Frau sensibel genug, um zu merken, wenn sich die Explosion nähert. Erstens war ich noch nicht so erfahren und zweitens fand ich es einfach a****lischer, wenn es einen überrascht. Ich konzentrierte mich auch nie darauf, den Höhepunkt der Jungs schnell auszulösen, sondern spielte lange mit ihnen. Je länger man den Orgasmus heraus zögerte, desto dünnflüssiger wurde das Sperma dann, so dass es richtig raus spritzen konnte. Dabei sollte es eher mehr als weniger spritzen. Falls ich es dann doch mal in den falschen Hals bekam, musste ich natürlich auch etwas röcheln. Aber ich war eine Kämpferin und würde immer versuchen weiter zu machen, nie einfach so aufzugeben. Finde es einfach total spannend, wie ich mit so einer Ladung fertig werde. Außerdem hatte ich die Erfahrung gemacht, dass es die Männer hemmungslos geil machte, wenn ich nach Luft röchelte, mir die Tränen liefen und nicht aufgab sie leer zu saugen. Bisher hatten sich dafür alle immer sehr gut revanchiert.

War mein Durst nach dem Liebessaft denn nicht in der Nacht gestillt worden? Während der Reise durfte ich zwar nur zwei leckere Ladungen genießen. Dachte aber, dass es ausgereicht hatte.

Bei dem Gedanken schmeckte ich wieder Brian zwischen meinen Lippen. Oh, mein lieber Brian, du hast soooo gut geschmeckt. Ich freute mich schon wahnsinnig auf ihn. Natürlich wollten wir auch miteinander smalltalken und uns näher kennen lernen, aber seinen Saft wollte ich heute noch unbedingt schmecken und schlucken, je eher desto besser. Ein Lächeln huschte über meine Wangen und ich leckte mir automatisch über meine Lippen. „Maria, Maria“, dachte ich. Irgendwas muss passiert sein, dass du deinem süßen Frühstück ein salziges schleimiges Mahl vorziehst. Aber dieser Appetit machte mich irgendwie hemmungsloser.

Noch im Flur stehend, kam ich an meinem Garderobenspiegel vorbei, stellte mich lasziv davor und schaute wieder mal in meine dunklen Augen. Der Gedanke an den Traum ließ mich etwas erschauern. Diesmal allerdings umgab mich eine vertraute Umgebung, mein Heim, meine Wohlfühloase. Außerdem hatte ich eine enthemmende Gier auf männliche Proteine.

Provokativ, was eigentlich nicht so meine Art war, schaute ich mein Spiegelbild an, das ebenfalls eine feuchte Haut besaß. Mein Landingstrip glänzte wie Morgentau, da er durch das stille Wasser feucht geworden war. Meine Brüste passten perfekt in meine Hände, die sie leicht massierten. Die Knospen, die leider nichts von dem erfrischenden Wasser mitbekommen hatten, blühten trotzdem auf. „Ja, mein lieber Brian, so darfst du mich gleich sehen, wenn ich dir die Tür öffne und über dich herfalle.“ Wieder war ich etwas überrascht. Warum hatte ich mich so verhalten? Normalerweise brauchte ich immer einen kleinen Schubser, um hemmungslos zu werden. Einen Schubser, den ich meistens von Jana bekam. Sie war allerdings weit und breit nicht zu sehen, und trotzdem hätte ich mich jetzt liebend gerne in eine nackte Männergruppe geworfen.

Ich würde meiner besten Freundin bestimmt später, von meinem Date mit Brian, berichten. Hach, die geile Jana, sie war so herrlich versaut und von Natur aus hemmungslos. Sie passte eigentlich viel besser in diese Zeit als ich. Sie würde wieder ungeniert nach jeder Kleinigkeit fragen. Und wie ich sie kannte, würde sie während unseres Telefonats an sich herumspielen. Wahrscheinlich hörte ich dann sogar das Brummen ihres Vibrators durch das Telefon, den sie liebevoll Mr. G-Punkt nannte. Ich schaute wieder zu meinem Spiegelbild. Meine feuchte Haut erinnerte mich wieder an die Dusche.

Für die Wanne war es schließlich zu spät, so stieg ich in die Duschkabine. Der Griff zur Armatur war reine Routine, drehte den Einhandmischer langsam auf. Kalte Wasserstrahlen färbten die Leuchtdioden meiner Brause blau. Ein warnendes Signal für mich, es nicht zu überstürzen und einfach so in die Dusche zu springen. Ein erneuter quietschender Aufschrei wäre das Ergebnis gewesen.

Obwohl ich mich nach etwas Kühlem sehnte, da der vergangene Traum meinen Körper aufgeheizt hatte. Ich hielt meine linke Hand unter den kühlen Wasserstrahl und erschauerte ein wenig. Die Farben lügen nie, also wartete ich noch einen Moment und sah wie die Lichtstrahlen ihren Farbton langsam von Blau zu Grün veränderten. Der richtige Moment, um unter die Brause zu huschen. Das erste lauwarme Wasser traf meinen Kopf und meine schwarzen langen Haare, die glatt an meinem Körper runter hingen. Das Wasser wusch die Schweißschicht von meinem Körper, ein herrliches erfrischendes Gefühl. Meine Erregung flachte für kurze Zeit etwas ab. Ich griff nach meinem Duschgel, das nach Maracuja duftete. Schäumte meinen ganzen Körper intensiv ein und stellte mich danach wieder unter den Duschkopf.

Während ich von den Strahlen sanft verwöhnt wurde, eroberte mein stahlblauäugiger Bekannter meine Gedanken. Ich hatte Brian zum ersten Mal in seinem roten Slip gesehen. Seine Lusttropfen hatten seinen Slip befeuchtet. Die Erinnerung daran machte mich wieder an. Das Wasser perlte an meinem Oberkörper herab. Ich nahm die Brause von der Halterung und führte die Strahlen über meinen Hals. Lehnte meinen Kopf nach hinten und genoss dieses feuchtwarme Nass. Das Wasser streichelte mich wie tausende Fingerspitzen, die sich über jedem Zentimeter meines Körpers bewegten.

Mit langsamen Kreisbewegungen führte ich meine Hand immer weiter nach unten. Die Wasserfontäne massierte nun abwechselnd meine Brüste. Meine Knospen waren immer noch aufgerichtet. Sie liebten dieses morgendliche Spiel unter der Dusche, das ich minutenlang zelebrierte. Nachdem mir mein Vater mal gesagt hatte, dass der Wassersparwahn nur dazu führte, dass die Kanalisation austrocknete und man sie für teures Geld extra spülen musste, ließ ich mir mit meiner Dusche immer viel Zeit.

„Mariaaa“, dachte ich, „beeil dich, es ist kein Morgen mehr“. Aber es tat doch sooo gut.

Meine Vorfreude auf Brian wuchs mit jedem einzelnen Wasserstrahl. Wenn ich ihn in dieser Stimmung empfangen würde, hätte ich mich kaum im Zaum halten können und würde ihm hemmungslos an die Wäsche gehen. Wenn ich aber wieder runterkommen würde, verwandelte ich mich vielleicht wieder in die schüchterne Frau zurück. Als die Brause, wie von selbst zu meinem Schoß wanderte, war die Entscheidung schon gefallen. Erste Strahlen trafen meine Perle und ließen sie glitzern.

In Gedanken stellte ich mir schon vor, wie ich nackt die Tür öffnete und ihn zu mir in die Wohnung zog. Freute mich schon auf seinen erstaunten Blick, mit seinen blauen Augen. Ich würde ihn an die Hand nehmen und ihn mit ins Wohnzimmer nehmen. Dann würde ich ihn wortlos auf das Sofa schubsen und mich andersrum auf ihn legen. Unser Vorspiel würde mit einer 69 beginnen, die für mich immer ein schöner Eisbrecher war. Meine feuchte Weiblichkeit würde ich ihm in sein erstauntes Gesicht drücken, um dann sein Raubtier aus der Hose zu befreien. Ich würde ihm seinen ersten Druck nehmen, damit er mich in der zweiten Runde hemmungsloser nehmen konnte, ohne dabei Furcht zu haben, seine Ladung zu früh zu verschießen. Ich hoffte natürlich darauf, dass er auch seine Wunderpille eingenommen hatte. Furcht brauchte ich aber nicht zu haben, da er bei unserem gemeinsamen Chat sehr verantwortungsbewusst rübergekommen war. Außerdem war uns beiden ja auch die außerordentliche Wirkung der Pille bekannt. Seine Erektion würde nach dem ersten Höhepunkt weiter anhalten, der mit Sicherheit wieder sehr spritzig wurde. Diesmal wollte ich seinen zuckenden Schaft dann die ganze Zeit im Mund haben. Die Kontraktionen würde ich dann mit meiner Zunge unterstützen, indem ich sie rausstrecken würde, um die Unterseite zu lecken. Seine spritzende Penisspitze hatte dann keinen Widerstand mehr. Es würde alles direkt in meinen Hals spritzen. Ich bräuchte nur noch genussvoll zu schlucken, wenn ich es denn schaffen würde.

Mein Körper erschauderte bei diesen Gedanken. Die Brause steigerte mehr und mehr meine Erregung. Ich wollte ein böses Mädchen sein, ich grinste in mich hinein. Wieder traf der harte Strahl meine glänzende Perle und ich hatte die Befürchtung schon hier, unter der Dusche, zu kommen. Aber das wollte ich noch nicht, wollte das Erregungsniveau so hoch wie möglich halten. Ich hatte einfach das Verlangen wie ein ausgehungertes Raubtier über ihn herzufallen. Er sollte mein chancenloses Opfer werden, der direkt mein tropfendes Kätzchen zu Gesicht bekommen würde. Hoffentlich leckte er auch so gut wie Jana.

Ich wollte seine Lusttropfen mit meiner Zunge locken. Vielleicht hatten sie schon auf dem Weg zu mir, wie bei der Reise wieder seinen Slip befeuchtet. Womöglich stellte er sich auch schon vor, wie ich ihn wieder mit dem Mund verwöhnen würde. Oder wie er es am schnellsten anstellen würde, mich aus den Klamotten zu bekommen. Wenn ich ihm dann splitterfasernackt die Tür öffnen würde, wäre er aber bestimmt total überrascht. Bevor sich seine Überraschung legen würde, hätte ich ihn schon gnadenlos ausgesaugt. Ich wusste ja wie er schmeckt. Hatte schon bei der Reise nicht genug bekommen und ihn zweimal hintereinander fertiggemacht. Wieder leckte ich über meine Lippen, da ich ihn diesmal auch mehrmals schmecken wollte.

Aber ich konnte ihm natürlich nicht mit nassen Haaren die Türe öffnen. So legte ich die Brause kurz in die Duschtasse und griff nach einem bereit gelegten Handtuch. Vorher hatte ich mir die Haare sanft ausgewrungen und tupfte nun zart, mit dem Handtuch, meine Haare relativ trocken. Die Brause hatte ich so hingelegt, dass ihre Strahlen nach oben schossen und den Bereich meiner Vulva umspielten. Meine Erregung sollte nicht nachlassen.

Ich warf gerade das nasse Handtuch über die Duschkabinenwand in die Wanne, als ich die Türglocke hörte und erstarrte einen kurzen Moment. Ich hatte die Zeit vergessen, die wie im Flug unter der Dusche vergangen war.

Auf einmal raste mein Puls, mein erotischer Tagtraum könnte gleich in Erfüllung gehen. Aber ich scheute mich etwas, meine Schüchternheit kam einen kurzen Moment zurück. Bitte nicht jetzt. Ich griff nach der Brause und hielt noch einmal den Wasserstrahl direkt auf mein Lustzentrum, meine Schüchternheit war sofort verflogen. Ich gab mir einen Ruck, stellte das Wasser ab und hüpfte aus der Dusche.

Wieder erklang die Türklingel, diesmal energischer und länger. Das Wasser tropfte auf die Fliesen. Ohne meinen Körper abzutrocknen, verließ ich das Badezimmer und spürte den kühlen Luftzug auf meiner feuchten Haut. Ich hatte etwas Probleme mit dem Gleichgewicht, da ich mit meinen feuchten Füßen auf dem Laminat, im Flur, fast wegrutschte.

Gleich war es soweit, ich würde in seine stahlblauen, verdutzten Augen schauen. Der Gedanke spornte mich noch weiter an. Dann erreichte ich die Wohnungstür, griff mit meiner feuchten Hand nach der kühlen Metallklinke, öffnete sie und…nichts. Niemand stand vor der Tür. Ich riss die Tür komplett auf. Der dabei entstandene Luftzug lies meine feuchte Haut frösteln. Ich schaute in den leeren Hausflur. Hörte wie jemand die Treppe herunter lief. „Brian?“, rief ich aufgeregt das Treppenhaus hinunter. „Bist du es?“ Ich schaute vom dritten Stock hinunter und konnte nur noch sehen, wie eine in einem Mantel gehüllte Gestalt durch die Haustür verschwand.

Einige Momente stand ich noch am Treppengeländer und hielt mich fest. War es Brian gewesen? Irgendwie hatte diese Gestalt eine andere Statur als Brian gehabt. Eher ein weiblicher Körper, der auf dem Kopf eine Lockenpracht getragen hatte. Das war bestimmt nicht Brian gewesen. Einen Moment spielte ich mit dem Gedanken hinterher zu rennen. Dann wurde mir aber wieder meine Nacktheit bewusst und ich drehte mich zu meiner offenen Wohnungstür verwirrt um. Als ich meinen Blick senkte, erkannte ich ein kleines Paket, das sich neben der Tür auf dem Boden befand.

Erstaunt beugte ich mich vor und ging in die Knie. Berührte das hellbraune Papier des Paketes, das mit einer Kordel zugeschnürt war. Ich hob das Päckchen auf, es war sehr leicht, und erhob mich wieder. Ich untersuchte das unbekannte Objekt nach einem Absender, konnte aber nichts entdecken. Stattdessen klebte ein bunter Aufkleber auf dem Papier, auf dem sich eine Blume zeigte. Die Pflanze hatte seltsamerweise zweifarbige Blütenblätter. Rot und Weiß. Eine Blume, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Was sollte das bedeuten?

Ich wog das Päckchen in meiner Hand und versuchte seinen Inhalt zu erahnen. War es ein Geschenk von Brian? Hatte er das Date platzen lassen und mir das Paket als Entschuldigung dagelassen? Meine Enttäuschung steigerte sich und ich wollte schon wieder in die Wohnung zurück, als…

„Maria?“. Ich zuckte herum und erkannte sofort meinen Nachbarn Tobias. Automatisch schob ich das Päckchen vor meinem unbekleideten Schoß. „Tobias. Ich, ähh, du, ähhh, ich meine“, stammelte ich. Er schaute mich nur grinsend wie ein Mann an. „Du bist ja diese Woche mit dem Flur putzen dran, aber ich glaube, dass du dir wenigstens ein Putzröckchen anziehen solltest, damit du dich nicht erkältest.“

„Äh, ja“, ich versuchte zu lächeln. „Ich weiß, aber nicht mehr heute. Ciao, Ciao. Ich geh mal lieber wieder rein, bevor uns deine Freundin erwischt.“ In diesem Moment verzog sich seine Miene. „Ja, ja, mein kleiner Engel soll ja nichts Falsches denken. Aber nett die „Beiden“ mal kennen gelernt zu haben.“ sagte er und deutete mit einem Kopfnicken auf meine „beiden“ Jungs. Ich drehte mich Kommentarlos um und präsentierte ihm auch noch meinen feucht glänzenden Po. Dann huschte ich in meine Wohnung, warf die Tür ins Schloss und lehnte mich, mit meinem Rücken gegen die kühle Holztür.

Ich musste erst einmal diese Situation verdauen und atmete durch. Ein leichtes Zittern durchströmte meinen nackten, feuchten Körper, als ich auf das Päckchen, in meinen Händen, schaute. Das Papier schien sehr dünn zu sein. Ich entschloss es kurzerhand aufzureißen. Ich entfernte die Kordel und zerfetzte das Papier in kleine Stücke, bis der Inhalt zum Vorschein kam. Brian war für einen Moment vergessen, als meine Knie weich wurden, ich rutschte mit dem Rücken an der Tür hinunter.

Die Feuchtigkeit auf meiner Haut bekam wieder Nachschub aus dem Inneren meines Körpers.

In dem Päckchen, das vor meiner Wohnungstür gelegen hatte und wahrscheinlich von dieser Gestalt dort anonym abgelegt wurde, befand sich ein Kleidungsstück aus Seide, aus transparenter Seide. Es war das transparente Hemdchen aus meinem Traum…


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Kapitelübersicht:

Prolog
Kapitel 1 – Allein durch die Dunkelheit
Kapitel 2 – Die Reise beginnt
Kapitel 3 – Feuchte Erinnerungen
Kapitel 4 – Zweimal ist besser ein einmal
Kapitel 5 – Eine unheimliche Gestalt
Kapitel 6 – Das Ende einer Reise
Kapitel 7 – Ein unerwartetes Geschenk