Die Wanderinnen der Nacht – Kapitel 8

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Eine berauschende Blondine

Er hatte geschrien, mehrere Minuten lang. Einfach in diese verdammte Dunkelheit hinein geschrien. In der Hoffnung, dass ihn jemand hören würde, der ihn aus seiner misslichen Lage befreien würde. Tränen der Wut und der Verzweiflung rannten ihm die Wangen hinunter. Immer wenn er eine Schreipause eingelegt hatte, versuchte er in diese zermürbende Stille hineinzuhorchen. Aber – nichts…

Als Marcel wach geworden war, umgab ihn diese schwarze Finsternis. Er spürte diesen harten Untergrund auf dem er saß. Es musste so eine Art Stuhl sein. Er bemerkte den Widerstand an seinem Rücken, wenn er sich nach hinten lehnen wollte. Widerstand, einen brutalen unnachgiebigen Widerstand fühlte er auch an seinen Handgelenken, mit denen er an den Stuhllehnen getaped war.

Er hatte mit aller Kraft versucht, an den Fesseln zu ruckeln und zu zerren. Aber nach ein paar Minuten hatte er aufgegeben. Wieder fragte er sich, was man mit ihm gemacht hatte. Wie war er in diese bescheidene Lage hineingeraten? Seine Erinnerungen waren nach und nach wieder zum Vorschein gekommen.

Alles hatte mit einem Streit mit seiner Freundin angefangen. Es waren natürlich wieder nur Kleinigkeiten gewesen, wie so oft hatte sich der Streit hochgeschaukelt. Ständig ging es um das gleiche Thema, nämlich um Sex. Nach langjähriger Beziehung war leider die Luft raus. Sie hatten sich früher oft leidenschaftlich geliebt. Nichts hatten sie vermisst, schlüpften häufig in andere Rollen und benutzten Sexspielzeuge. Dann aber schlief ihr Sexleben nach und nach ein. All die Variationen, die sie in ihr Liebesspiel hatten einfließen lassen, ließen das Verlangen nach fremder Haut nicht abebben. Wahrscheinlich war es ein normaler Prozess, in so einer langen Beziehung. Der Frust stellte sich immer mehr ein und so kam es häufiger durch kleine Unstimmigkeiten zum Streit. Als sie mit einer vollen Tasse Kaffee nach ihm geworfen hatte, war der traurige Höhepunkt erreicht. Marcel hatte die Flucht ergriffen und wollte nun in einem Strip-Club Dampf ablassen.

Vor einigen Wochen hatte ein neuer Club in der Innenstadt geöffnet, Devils Heaven hieß er. Dort servierten alle Bardamen oben ohne. Anblicke, die er jetzt brauchte und die ihn wieder etwas Mann sein lassen würden. Er wollte den Stripperinnen bei ihrem erotischen Tanz um die aus Metall bestehenden, glänzenden Stangen zuschauen. Vielleicht würde er sich auch eine Privatshow gönnen, bei der er sich selber verwöhnen würde. Als er den Club durch die blickdichte Tür betrat, wurde er sofort von einer entzückenden Empfangsdame begrüßt. Die gertenschlanke Brünette, die in ihrem Matrosenkostüm super sexy aussah, nahm ihn an die Hand und führte Marcel an die Bar, die in ein diffuses Licht getaucht war. Lichtblitze trafen ihn immer wieder, die von geschwenkten Laserkanonen abgeschossen wurden. Ein Rundblick ließ ihn die erotische Atmosphäre aufnehmen. Einige Bunnys liefen mit Tabletts durch den Club. Sie schienen ihren Job zu mögen, denn sie strahlten alle eine natürliche Freude aus. Sie flirteten herzlichst mit den männlichen Gästen, hielten aber immer einen respektvollen Abstand zu ihnen ein.

Marcel setzte sich auf einen Hocker an der Bar und drehte sich in Richtung Theke. Dort schaute er in das verspiegelte Getränkeregal, konnte sein Ebenbild im Spiegel erkennen. Er sah müde aus, müde vom Streit mit seiner Freundin. Die wollte er aber für diese Nacht einfach vergessen und ließ sich einen doppelten Scotch ohne Eis bringen. Die doppel-D-brüstige Bardame überreichte ihm sein Getränk, nicht ohne ihm ein strahlendes Lächeln entgegen zu werfen. Für einen Moment versank er in ihre Augen, die bei jeder Bewegung auf und ab hüpften. Den ersten Drink schüttete er einfach so runter, musste etwas prusten, bekam ohne Aufforderung einen Zweiten, den er stumm nickend entgegennahm.

Mehrere Minuten hatte er dem Treiben, hinter ihm auf der Bühne, zugeschaut, als er auf einmal die Bewegung neben sich wahrnahm. Marcel drehte den Kopf zur Seite und sah „SIE“. Was für eine Frau…Eine Blondine war in seine Realität eingedrungen und füllte sie für einen Moment komplett aus. Gehörte sie zur Bedienung oder zu den Gästen? Wobei im Club die männlichen Gäste in der großen Überzahl vertreten waren, gab es vereinzelte Damen, die ebenfalls die Shows genossen. Die Blondine schien aber zu den Gästen zu gehören. Obwohl sie oben herum nicht nackt war, konnte er den Ansatz ihrer Brüste erkennen. Sie schimmerten durch ein transparentes Oberteil, das in diesem Blitzlicht mal mehr, mal weniger lichtdurchlässig erschien. Ihre erigierten Knospen malten sich perfekt unter dem seidigen Stoff ab, um die er gerne mal seine Zungen kreisen lassen würde. Kalt konnte es ihr nicht sein, da im Club eine wohlige Temperatur herrschte. „Verdammt“, dachte er. „Warum gehört sie nicht zum Personal?“ Die Blondine setzte sich unaufgefordert auf den Hocker neben ihn, streifte mit ihrer Hand wie zufällig seinen Oberschenkel. Er schauderte bei der Berührung und grinste in sich hinein. Marcel hätte nichts dagegen gehabt, wenn ihre Fingerspitzen weiter über seinen Schenkel gewandert wären. Seine Männlichkeit machte sich bemerkbar, in seinem Schritt wurde es immer enger. Eine aufmerksame Beobachterin hätte schon längst die Silhouette seines erigierten Schwanzes bemerkt, die sich auf dem Hosenstoff abmalte.

Diese Frau hatte eine a****lische Anziehungskraft auf ihn. Ein anregender Duft erreichte seine Nase, er atmete ihn tief ein und bemerkte beim Ausatmen schon leichte Schwindelgefühle. Seine Sinne spielten verrückt. Die Lichtblitze der Laser tanzten auf ihrem Gesicht und schienen ihn zu hypnotisieren.

Wie in Trance griff er nach seinem Drink, trank einen Schluck und bemerkte gar nicht, wie ein Tropfen seinem Mundwinkel herunterlief. Wieder überkam ihn ein Schwindelgefühl. Verdammt, er hatte doch erst drei Drinks zu sich genommen. Normalerweise konnte er weit mehr vertragen, das hatte er sich schon mehrere Male selbst bewiesen. Aber diese Frau…er konnte keinen klaren Gedanken mehr denken. Seine Augen verengten sich zu kleinen Schlitzen, die nur noch ein Blitzlichtflackern durchließen.

Wieder erreichte ihn ein Duftschwall, der so herrlich berauschend auf ihn wirkte. Dann…aus.

Er musste das Bewusstsein verloren haben, denn erst in dieser Dunkelheit war er wieder wach geworden. Welchem Irren war er da in die Hände gefallen? War sie eine Killerin, die ihn töten wollte? Die Gedanken daran ließen ihn erzittern. Wahrscheinlich lag es aber auch daran, dass er nichts an seinem Körper trug. Als er die Kühle des Stuhles überall an seinem Körper spürte, wurde es ihm bewusst. Er saß hier nackt und wehrlos, gefesselt an einem Stuhl in einer fremden Dunkelheit.

Nicht, dass sie nur fremd war, nein, die Dunkelheit war auch absolut finster. Noch nicht einmal schattenhafte Schemen konnte er ausfindig machen. Wieder schrie er, schon fast flehend und bettelnd. Der Schrei ebbte aber kurze Zeit später rapide ab und starb einen stillen Tod.

Marcel hatte schon mehrmals die Pulse seines Herzschlages gezählt, einfach nur um sich, durch diesen monotonen Takt, zu beruhigen. Dann bemerkte er, dass die Puls Rate sich dramatisch erhöhte. Der Grund dafür lag in der Finsternis, die direkt vor ihm lag. Ein rotes, nein, zwei rote Leuchtpunkte tauchten unangemeldet vor ihm auf. Er konnte die Entfernung schlecht abschätzen, tippte aber auf knapp fünf Meter.

Die roten Punkte verharrten auf der Stelle, bewegten sich nicht, pulsierten nur in einem eher langsamen Takt. Ein erstes Zeichen, eine erste Kontaktaufnahme, die er zwar herbeigesehnt hatte, vor die er sich aber auch fürchtete. Leider war es noch viel zu dunkel in der näheren Umgebung, um etwas erkennen zu können. Das änderte sich aber schlagartig…

Das Licht, das ohne Vorwarnung vor ihm aufflackerte, ließ seinen Herzschlag einen Takt aussetzen. Gebannt schaute er nach vorne und erkannte nun einen rechteckigen Ausschnitt, der diffuses Licht zu ihm durchließ. Der Ausschnitt hatte die Form einer Tür, die vom Boden bis zur Decke reichte. Das Licht breitete sich in seinem Gefängnis aus, ohne es gänzlich auszuleuchten. Marcel konnte nun aber an sich herunterschauen und sah seine behaarte Brust. Er folgte, mit seinem Blick den Haaren, bis runter zu seiner Männlichkeit, die sich verängstigt verkrochen hatte.

Beim Anblick seiner rasierten Eier stockte er. Hatte er sie sich noch vor dem Besuch in der Strip Bar rasiert? Eigentlich ließ er sie natürlich wachsen, rasierte sie nur noch zu besonderen Anlässen. Er konnte sich aber nicht mehr erinnern, es heute Abend noch gemacht zu haben. Nach dem Streit hatte er auch nicht mehr daran gedacht. Obwohl er schon gehofft hatte, dass er in der Bar eine blasfreudige Lady finden würde. In den letzten Jahren waren Körperhaare ja immer mehr verpönt worden. Das hatte ihn zwar immer geärgert, er aber hatte darauf geschissen. Er stand auf Natürlichkeit und da gehörten Haare halt dazu. Außerdem verströmte ein intimbehaarter Mann mehr Pheromone, die eine weibliche Nase beim Blowjob unbewusst wahrnahm. Diese Haare allerdings waren jetzt weg. Verdammte Scheiße, was haben sie mit dir noch alles gemacht?

Er schaute nach vorne, suchte nach den roten Leuchtpunkten. Doch die waren verschwunden. Dafür tauchte eine Gestalt vor dem Rechteck auf. Sie wurde von hinten, von dem diffusen Licht angestrahlt und warf vor ihm auf dem Boden einen Schatten. Marcels Herzschlag wurde keine Pause gegönnt, es schlug wie wild und pochte gegen seine Rippen. Der dunkle Schatten auf dem Boden besaß einen mehrfarbigen Rand. Für ihn ein Hinweis, dass das Licht durch eine Glasscheibe geworfen wurde. Die Gestalt stand also hinter einer gläsernen Tür. Nachdem er diese Tatsache realisierte, schaute er sich die Gestalt an, deren Vorderseite zu ihm gewandt, im Dunkeln lag.

Auch in seiner nicht normalen Verfassung, erkannte er weibliche Rundungen an dieser Gestalt. Sie legte ihre Hände, auf Höhe ihres Kopfes, auf die Glasscheibe. Sie beobachtete ihn und seine verschreckte Männlichkeit, die nicht vor diesen Blicken flüchten konnte. Normalerweise würde ihn diese Situation ja erregen, aber mit dieser widerlichen Ungewissheit starrte er nur weiter auf die weibliche Gestalt. Sie starrte ihn bewegungslos an. Wie eine Schlange die auf der Lauer nach ihrer Beute war. War er ihre Beute? Dann presste sie ihre Hände fester gegen die Scheibe, die auf einmal langsam aufschwang.

„Fuck“, dachte er, „die kommt auch noch rein.“ Für einen kurzen Moment spiegelte sich das Licht in der Glasscheibe und wurde auf die Vorderseite der Person geworfen. Ihn traf der nächste Schlag, er hatte sie erkannt. Es war die heiße Blondine gewesen, die ihn in der Bar so hypnotisiert hatte. Wahrscheinlich hatte sie ihn eher mit einem Duftstoff narkotisiert. Er war direkt von ihrer Schönheit abgelenkt gewesen. Vielleicht hatte sie ihm auch etwas in seinen Drink geschüttet. Marcel hatte nichts von Alledem mitbekommen.

Jetzt stand sie vor ihm. Er hatte, durch den kurzen Lichtstrahl, erkennen können, dass sie immer noch dieses transparente Hemdchen trug. Nur dieses Hemdchen. Es reichte ihr bis zu den Hüften, verdeckten ihren nackten Unterleib nicht. Was hatte sie vor? War sie eine Domina, die ihn bestrafen wollte? Waren Dominas normalerweise nicht in Leder oder Latex gehüllt? Außerdem konnte er keine Peitsche oder andere Utensilien erkennen, die ihm Angst hätten machen können. Alleine ihre Erscheinung reichte dafür aus. Sie öffnete jetzt komplett die Tür und trat in die schattenhafte Umgebung ein.

Marcel nahm wieder diesen betörenden Duft war, der ihm entgegen strömte. Wieder wurde er davon berauscht. Seine Männlichkeit gab erste Lebenszeichen von sich. In seinen Gedanken stellte er sich auf einmal einige erotische Sachen vor. Wie er in dieser bizarren Lage an so etwas denken konnte, war ihm schleierhaft. Tropfen für Tropfen floss sein Blut durch seine Adern, direkt in Richtung seines Schwanzes. Der richtete sich immer weiter auf und wollte diesmal den Blicken der Frau standhalten.

Die Blondine bewegte sich mit lasziven Bewegungen auf ihn zu. Erhöhte damit weiter seine Spannung, seine Angst war längst verflogen. Eine gewisse Vorfreude erfüllte ihn auf einmal, als sie breitbeinig vor ihm anhielt und er ihre feucht glänzende Vagina sah. Zu gerne hätte er sich jetzt vorgelehnt, um seine Lippen in die Nähe Ihrer zu bringen. Stattdessen beugte sie sich leicht zu ihm nach vorne und streichelte mit einer Fingerspitze seinen Oberschenkel. Diese Berührung erinnerte ihn wieder an den ersten Kontakt in der Bar. Jetzt hoffte er natürlich, dass er nicht wieder das Bewusstsein verlieren würde. Er wollte alles ganz genau miterleben.

Ihre Fingerspitzen gingen auf Wanderschaft, strichen ihm über seine männlichen Oberschenkel, dann wanderten sie in Richtung Oberkörper. Ihre Fingernägel kämmten seine Brusthaare entgegen dem natürlichen Haarwuchs. Diese Berührungen übertrugen sich auf seiner, mit einer Gänsehaut überzogenen, Körperoberfläche. Nicht nur die Haare auf seiner Brust stellten sich weiter auf.

Sie duftete so gut, für ihn schon fast wie ein Aphrodisiakum, das seine männliche Pflanze immer mehr zum Erblühen brachte. Ihre Finger hatten nun seine Kinnspitze erreicht und begannen langsam ihre Reise wieder nach unten. Streichelten seinen empfindlichen Hals und tauchten wieder in seine Brustbehaarung ein. Mit kreisenden Bewegungen wanderten ihre Fingerspitzen über seine Brust, seinen Bauch, seinen Bauchnabel und hielten kurz vor dem Schwanzansatz inne.

Er konnte es jetzt kaum noch erwarten ihre Finger an seiner wiederbelebten Männlichkeit zu spüren. Dann war es endlich so weit, ihr Zeigefinger berührte seinen Schaft und strich langsam in Richtung Spitze. Ein wohliger Schauer durchströmte seinen Schwanz, breitete sich von dort in seinem ganzen Körper aus. Längst hatte sich auf der Spitze Lusttropfen angesammelt, die die Fingerspitzen sanft, mit kreisenden Bewegungen, verteilten. Seine glänzende Eichel lag noch nicht komplett frei, da die Vorhaut sie noch halb bedeckte. Die kreisenden Fingerspitzen, die das natürliche Gleitmittel weiter verteilten, ließen seine Fleischmütze langsam zurückweichen. Es war ein herrliches Gefühl, wie sich die pralle Eichel millimeterweise Platz verschaffte und weitere Lusttropfen an die Oberfläche entließ.

Die Blondine machte ihn richtig heiß, der Streit mit seiner Freundin oder seine wehrlose Lage waren ausgeblendet. Er nahm wieder nur sie und ihren a****lischen Duft war. Sein olfaktorischer Sinn wurde von Pheromonen buchstäblich vergewaltigt. Marcel musste für einen Augenblick die Lider seiner Augen schließen. Einen Grund sie wieder zu öffnen bekam er einige Momente später, als er die feuchtwarme Berührung an seiner Schwanzspitze spürte.

Er schaute der Blondine direkt ins Gesicht und sah ihr herrliches Zungenspiel mit seiner empfindlichsten Stelle. Immer und immer wieder umkreiste ihre Zungenspitze seine glänzende Eichel. „Das hätte sie doch direkt sagen sollen“, dachte er. Dass sie so ein geiles Luder war und ihm nur an den Schwanz wollte. Hätte sie ihm in der Bar so ein unmoralisches Angebot gemacht, hätte er bestimmt nicht nein gesagt. Welcher Mann hätte auch da widerstehen können?

Aber sie hatte einen brutalen Weg gewählt, den er am Anfang natürlich scheiße fand. Jetzt war alles vergessen, er genoss nur noch diesen feuchten Mund, der ihn so auf wunderbarer Weise verwöhnte. Mehrere Male zog sie seine Vorhaut mit einer Hand wieder komplett über die Eichel, um sie dann sofort wieder mit ihren Lippen über die Spitze zu schieben. So konnte sie stundenlang weitermachen, bis er sich in ihren Mund ergießen würde, und sie machte weiter. Allerdings veränderte die Blondine ihre Verwöhntechnik. Mit ihrer rechten Hand wichste sie seinen Schaft in einem steigenden Tempo. Ihre Lippen umschlossen dabei seine Eichel, die Zungenspitze huschte über sein Vorhautbändchen. Er stemmte sich gegen einen Erguss, denn der würde wahrscheinlich das Ende bedeuten, doch er wollte diesen Moment länger erleben.

Sie aber wichste und lutschte sich in einen Rausch, dem er nicht lange standhalten würde. Wie gerne hätte er jetzt seine Hände genommen, um ihre Kopfbewegungen etwas zu bremsen, aber er wurde dadurch wieder an seine wehrlose Situation erinnert. Ihre linke Hand griff nach seinen rasierten Eiern und massierten sie härter als er gewollt hätte. Irgendwie erinnerte ihn diese Situation an eine Landwirtin, die ihre Kuh melkte.

Er fasste seinen Mut zusammen und sprach zum ersten Mal in seiner Lage ein paar Worte zu der Blondine. „Hey Kleine, wenn du so weitermachst, dann spritze ich aber gleich schon ab.“, schnaufte er und schaute in das Gesicht der Blondine. Die aber schien nicht ihr Blastempo senken zu wollen. Im Gegenteil, sie erhöhte noch einmal das Tempo, schaute ihm dabei in die Augen. Marcel konnte ein laszives Grinsen erkennen. „Verdammt“, keuchte er. Er zerrte noch einmal an seine Fesseln, als er ihr fluchend, seinen heißen Ficksaft, in den Mund spritzte. Die blonde Landwirtin ließ erst von ihm ab, als die letzte Kontraktion vorbei war. Durch die Auf- und Abbewegungen ihres Kehlkopfes, hatte er erkennen können, dass sie auch wirklich jeden Tropfen der Ladung geschluckt hatte.

Er war noch ganz benommen, als er das kalte Metall an seinem Hals spürte. Verdammt, wo kam auf einmal dieses Messer her? Und Scheiße, wer stand auf einmal hinter ihm? Diese Fragen blieben für ihn unbeantwortet, da er plötzlich einen brennenden Schmerz in seinem Hals spürte. Der unbekannte Träger des Messers hatte ihm die Klinge brutal durch seine Halsschlagader gerammt und ohne Rücksicht wieder herausgezogen. Sein Gehirn schien zu explodieren, Blut sprudelte aus seinem Hals.

Die Blondine ergriff seinen Kopf und knickte ihn zur Seite, beugte sich mit ihrem weiblichen Oberkörper über seine leere Männlichkeit und öffnete ihren Mund. Sie labte sich an den warmen Lebenssaft und schluckte wie eine berauschte Bestie. Marcel aber bekam schon gar nicht mehr mit, als der letzte rote Tropfen aus ihm hinaus gesaugt wurde. Sein Herz hatte dem sinkenden Blutdruck nachgeben müssen und der Takt seines Herzschlages verstummte für alle Zeit.

Die Blondine aber, satt getrunken von Sperma und Blut, erhob sich. Blut verzierte ihr Gesicht, tropfte an ihrem Kinn hinunter, benetzte das transparente Hemdchen. Ihre dunklen Augen erstrahlten auf einmal in einem leuchtenden Rot. Durch sie betrachtete sie den Träger des Messers, der um den leblosen Körper Marcels herumging. Nun konnte man auch die Kutte sehen, in die der Träger gehüllt war. Eine Kapuze verdeckte sein Gesicht. Doch im Inneren pulsierte ein rotes Leuchten.

Die kuttenartige Gestalt trat vor die Blondine, hob beide Hände und ergriff mit ihnen von beiden Seiten ihren Nacken und ihren Unterkiefer. Beide schauten sich tief in ihre Augen. Auf der einen Seite ihre leuchtenden roten Augen, auf der anderen seine roten pulsierenden Augen. Ihre Gesichter bewegten sich langsam aufeinander zu. Fast berührten sich ihre Nasenspitzen.

Wie aus dem Nichts entstand ein roter Lichtstrahl zwischen ihren Augen, der eine Art Energietransfer darstellte. Energie floss von der Blondine zur der Kapuzengestalt. Mehrere Sekunden dauerte dieser Prozess an, als das rote Leuchten in den Augen der Frau verebbte und der Lichtstrahl verschwand. Ein Vibrieren durchströmte die Gestalt in der Kutte und er stieß einen kehligen Schrei aus.

Er fühlte wie seine Lebensenergie wieder aufgeladen wurde. Dieser Moment ließ ihn für einen kurzen Moment sein Alter vergessen. Er fühlte sich wieder wie ein junger Mensch und nicht wie jemand der mehrere tausend Jahre alt war. Er fasste die Blondine mit beiden Händen an ihren Hüften und hob sie mit einer spielerischen Leichtigkeit hoch. Sie schaute ihn immer noch an und zeigte ihm ihre Dankbarkeit.

„Danke mein Meister, dass ich dir dienen darf und durch dich zu einer Wanderin der Nacht wurde.“

Die kuttenartige Gestalt lachte wieder mit einem kehligen Laut.

„Ich habe dir zu danken, liebe Jana, meiner gehorsamen Dienerin“


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Kapitelübersicht:

Prolog
Kapitel 1 – Allein durch die Dunkelheit
Kapitel 2 – Die Reise beginnt
Kapitel 3 – Feuchte Erinnerungen
Kapitel 4 – Zweimal ist besser ein einmal
Kapitel 5 – Eine unheimliche Gestalt
Kapitel 6 – Das Ende einer Reise
Kapitel 7 – Ein unerwartetes Geschenk
Kapitel 8 – Eine berauschende Blondine